Lieber XXXXX, ich nahm mir die Zeit zum "spinnen" und konnte daher zu unserem Rosenkavalier den Faden der letzten Tage ein wenig weiterspinnen. Will unsere Überlegungen eher noch weiter "aufrollen" als allzufrüh zu "verknäueln". Das sollen erst die nächsten Schritte. Eines scheint mir wichtig voranzustellen: Das Skandalon, das in der Kernhandlung nach wie vor bestens funktioniert, will in einer zeitgemäßen Rahmenhandlung UNVERÄNDERT wohl kaum funktionieren. Und nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass es dort auch die Bedienung eines "überkommenden" Rollenklischees nicht mehr nötig hat. In der Rahmenhandlung darf in dieser Beziehung gar kräftig durchgemischt werden! Unverändert und auf den Punkt gebracht wäre das Skandalon heutiger Zeit, dass es unzumutbare Herrschaftsverhältnisse wie selbstverständlich auch heute noch gibt! Über unsere Grenzen hinaus, daher in dieser Dimension mehr denn je zuvor! Wir brauchen sozusagen "heutige" Mac...
Lieber XXXXX, Zunächst fällt es mir schwer, Dir für die "Anmerkungen" zu meinem Blog zu danken. Dankbarkeit ist jedoch für mich als Wesenszug essenziell. Sie wird sich also - auch in dieser Sache - über gut und lang ohnehin bald wieder breit machen. Dafür müsste sich aber, wie soll ich es gleich nennen...ja, nennen wir es ruhig einmal halb scherzhaft, halb ernsthaft "Großherzigkeit", unbedingt einstellen. Großherzogkeit insofern, als dass ich den vielen Stimmen, die Deine "wohlfeilen" Anmerkungen in mir höchst dissonant hervorrufen haben, nicht gleichzeitig Raum geben darf. Lass mich unter Mithilfe jener Dissonanz gewissernaßen meine Gefühlswelt vorsichtshalber in bewusste "Dissoziation" bringen, damit nicht die Vernunft gegen meine Gefühle, mein Herz nicht gegen mein wankelmütiges Cerebrum ankämpfen muss. Allerdings um den Preis, dass ich mich erneut nicht verständlich machen kann, wie Du wissend bemängelst. Lass mich deshalb, im Widerstand an...
Ich versuche die Gedanken, die mich zu einer gewissen "Neubetrachtung" im Spiel des TOD in der zentralen Szene mit frauJEDERmann veranlassen möchten, hier etwas ausführlicher darzulegen. Es geht um die Erfassung und Beschreibung der emotionalen Beweggründe, die den TOD und frauJEDERmann in der bezeichneten Szene so führen lassen, wie sie hier veranschaulicht sind. Indem sich die Protagonisten in einen sehr persönlich ausagierten Wettstreit begeben, wird auch ihr innerer Gemütszustand zu heftiger Aufruhr gezwungen. Hier frauJEDERmann: selbstgewiss, eine Frau der Tat, die gegen jegliches Argument ein noch besseres parat hält. Streitbar und zielbewusst. Dort der TOD, auf der Bühne erst kürzlich, gewissermaßen als eine Art "verlängerter Arm" Gottes inthronisiert um auf Erden der frauJEDERmann den Tod zu verkünden. Ohne Widerspruch oder Aufschub soll der Tod über frauJEDERmann kommen; "es sei denn, dass Almosen und Mildtätigkeit befreund' ihr wären, und hilfsb...
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