Lieber XXXXX, ich nahm mir die Zeit zum "spinnen" und konnte daher zu unserem Rosenkavalier den Faden der letzten Tage ein wenig weiterspinnen. Will unsere Überlegungen eher noch weiter "aufrollen" als allzufrüh zu "verknäueln". Das sollen erst die nächsten Schritte. Eines scheint mir wichtig voranzustellen: Das Skandalon, das in der Kernhandlung nach wie vor bestens funktioniert, will in einer zeitgemäßen Rahmenhandlung UNVERÄNDERT wohl kaum funktionieren. Und nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass es dort auch die Bedienung eines "überkommenden" Rollenklischees nicht mehr nötig hat. In der Rahmenhandlung darf in dieser Beziehung gar kräftig durchgemischt werden! Unverändert und auf den Punkt gebracht wäre das Skandalon heutiger Zeit, dass es unzumutbare Herrschaftsverhältnisse wie selbstverständlich auch heute noch gibt! Über unsere Grenzen hinaus, daher in dieser Dimension mehr denn je zuvor! Wir brauchen sozusagen "heutige" Mac...
Mit der zweiten Durchsicht auch vom II. Akt bin ich nun durch; und ich muss schon sagen: die Worte der beiden, mir vorliegenden Libretti ziehen mich mit jedem Durchgang noch tiefer ins Geschehen! Wer könnte sich auch entziehen, diesem Schatz an Wortwitz und an Güte, an Wohlgefallen! Trotz (oder gerade aufgrund) ihrer überdeutlich grotesken Heiterkeit aus Zuweisungen, Entsprechungen und "Hoffärtigkeiten", die in komplexer wie tiefgründiger Rollenzuschreibung "geschürft" werden! Diesen "Schatz" gilt es auch für uns mit gleicher Lebendigkeit zu unserer Bühne zu machen! Mlt einem Konzept des Changierens zwischen Kern und Rahmen unter Vermittlung einer Metaebene aus Schattentheater, Musik und Zeugnissen vom Schriftverkehr H.S. könnte das Spiel der "leibhaftigen" Figuren auf einer weiteren Ebene erfahrbar machen. Zudem wäre eine konzeptionelle Nähe zu unserer frauJEDERmann sichtbar. Dort gab es durch Entsprechungen metaphorischer Figuren zu ihren höchs...
FrauJEDERmann geht tatsächlich auf die Bühne! FrauJEDERmann ist schon auf die Bühne gebracht, müsste es nun noch besser heißen! Wir sind auf der Bühne. Das gesamte Team, alle vor, hinter, neben und auf der Bühne. Vor wenigen Tagen haben wir zum ersten Mal unser Stück (noch) kleinem Publikum aufgeführt. In mir persönlich - aber ich darf hier ganz sicher für alle Beteiligten sprechen - macht sich jetzt schon große Vorfreude auf unsere Aufführung im September breit und auch auf die weiteren Proben unmittelbar davor. Das Wesentliche aber scheint bereits erbracht; ganz wie ein schwerer Tanker auf See ist frauJEDERmann auf den Weg gebracht und wird nicht mehr aufzuhalten sein. Und unser Vertrauen in den Erfolg wird sich verfestigen. Die Früchte aus Willen, Wollen und Hingabe an das Gelingen unseres Schauspiels werden bald eingebracht sein und vor uns in Wellen von Applaus aufbranden. Wir werden Gefallen daran finden dürfen. Wie gut es war in zwei Teams zu planen, ...
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