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Das Wesen der Psychonautik - Annäherung in Form einer phänomenologischen Ur-Sehnsucht

Gedanken zum Wesen der Psychonautik "Nicht allein unser Verstand (Kopf / Hirn) liefert  potentiell Erkenntnis; die uns eingeschriebene genetische Signatur (Bauch / Eingeweide) liefert uns Aufgehobensein, Heimat und Orientierung. Das übervolle Potential mythischer Intelligenz."  Die Kraft der Seele, unser gött'lich Teil, die   Angst nicht kennt. Vielmehr fürchtet sie die Narrative menschlicher Erkenntnis; diese Furcht mag damit zusammenhängen, dass heute nichts mehr heilig sein  und einfach  a lles verwertet werden darf und soll. Selbst die Würde des geschaffenen menschlichen Körpers und seine Natur muss sich heutzutage zur Disposition stellen lassen. Daher auch die Furcht, die so ewig zu sein scheint wie die Schöpfung selbst. Der Grund dieser Furcht findet ihren Ur-Sprung in der Zeit, die erst durch ihre Endlichkeit als ewig erscheint; daher opponiert die Furcht in uns Geschöpfen gegen eine der furchtbarsten Meinschheits-Erzählungen . Die Existenz des Todes du

Der Teufel fährt aus frauJEDERmann - und ist doch noch nur eine vage Idee vom Geschehen...

Bald 14 Tage ist es her, dass der Platz vor der Bergkirche zu Rodaun wieder einen Teil eigener Geschichte erfahren durfte. Unweit dieses schönen Platzes unmittelbar am Rande des Wienerwalds wurde hundertjährige Geschichte neu ins Leben gerufen, in gewisser Weise fortgeschrieben. Mit der Rückkehr des "Jedermann" an seinen Geburtsort, in einer begeisternden Adaption und Auführung unseres Stückes frauJEDERmann. Man darf wohl festen Muts behaupten: ein jeder, der am Entstehen und in der Umsetzung beteiligt war, darf "Bereicherung" mitnehmen für sein weiteres Leben. Nicht in Gestalt von Mammon , sondern seiner geistigen Schwestern, Gute Werke und Glaube . Gute Werke: es war ein außerordentlich gutes Werk. Unsere Begeisterung sprang über ins Publikum und von dort zurück zu uns. Resonanz wurde erzeugt und schuf eine Art polyphonen Klangraums, der noch heute in unseren Herzen nachhallt, leuchtet, uns erwärmt und - unter Umständen gar - einen langen Atem haben könnte. Unser

"Ein geistig Spiel bewandt, Vorladung frauJEDERmanns ist es zubenannt"

FrauJEDERmann geht tatsächlich auf die Bühne! FrauJEDERmann ist schon auf die Bühne gebracht, müsste es nun  noch besser heißen!  Wir sind auf der Bühne. Das gesamte Team, alle vor, hinter, neben und auf der Bühne. Vor wenigen Tagen haben wir zum ersten Mal unser Stück (noch) kleinem Publikum aufgeführt. In mir persönlich - aber ich darf hier ganz sicher für alle Beteiligten sprechen - macht sich jetzt schon große Vorfreude auf unsere Aufführung im September breit und auch auf die weiteren Proben unmittelbar davor.  Das Wesentliche aber scheint bereits erbracht; ganz wie ein schwerer Tanker auf See ist frauJEDERmann auf den Weg gebracht und wird nicht mehr aufzuhalten sein. Und unser Vertrauen in den Erfolg wird sich verfestigen. Die Früchte aus Willen, Wollen und Hingabe an das Gelingen unseres Schauspiels werden bald eingebracht sein und vor uns in Wellen von Applaus aufbranden. Wir werden Gefallen daran finden dürfen.  Wie gut es war in zwei Teams zu planen, sehen wir jetzt. Da

Rollentausch frauJEDERmanns

Theater ist   wahres Leben. Was sich bis hierhin leicht als Allgemeinplatz entlarven ließe, entfaltet sich im Rollenspiel, im spielerischen Anlegen einer "tragenden" Rolle für das Stück, das "gespielt" werden soll, erst in seiner ganzen Tragweite. Dabei stellen sich die immer gleichen Fragen. Auf der Bühne wie im Leben. Wie kann es mir gelingen, in eine Rolle zu schlüpfen, die so komplex ist, dass sie verschiedenste Interoretationsmöglichkeiten offeriert, dennoch aber so prägnant, dass sie verständlich und konsistent "gelesen" werden kann. Unterforderung lähmt den Willen des Betrachters zu betrachten, Überforderung ebenso. Nur im Erreichen eines rechten Maßes kann sich Spiel zu so etwas wie Kunst entfalten. Das rechte Maß ist Kunst. Im Leben. Auf der Bühne.  Wie aber konkret soll ein Darsteller dieses Ziel erreichen? Welche Rolle steht ihm/ihr am besten zu Gesicht? Mit welchen Mitteln kann die Rolle wirksam "verkörpert" werden? Unabhängig vom Suj

Freiheit des Ausdrucks

Lieber XXX, es lässt mir einfach keine Ruhe; ich kann Deine Kritik, so wie Du sie formulierst, nur schwer gelten lassen. Sie entspricht vermutlich jedoch Deinem kritischen Wesen und wird Ausdruck Deiner Persönlichkeit sein. Sofern meine Annahmen bis hierher nicht bereits Deinen Widerstand finden, reklamieren ich ebenso Recht für MEINEN persönlichen Ausdruck. Und sei es, dass er Dein Gefallen nicht finden wird.  Allerdings hat sich in unserem bisherigen Austausch ein fundamentaler Unterschied allzu rasch etabliert. Ich versuche, mich Dir offen und ehrlich mitzuteilen. Und halte mich mit Zuschreibungen nach Möglichkeit zurück. Wie schwer uns das doch fällt! Trotzdem will ich mich nach Kräften bemühen, die Wirkung Deiner Kritik auf mein Gefühlsleben in Worte zu kleiden und Dir zugänglich zu machen. In der Sache fordere ich Kritik, über Art und Weise, wie ich argumentieren, welche Stilmittel - und seien sie aus der Sicht des Adressaten noch so hanebüchen - sich mir bewusst und instinktiv

Einmal mehr: dissoziative Welt

Lieber XXXXX,  Zunächst fällt es mir schwer, Dir für die "Anmerkungen" zu meinem Blog zu danken. Dankbarkeit ist jedoch für mich als Wesenszug essenziell. Sie wird sich also - auch in dieser Sache - über gut und lang ohnehin bald wieder breit machen. Dafür müsste sich aber, wie soll ich es gleich nennen...ja, nennen wir es ruhig einmal halb scherzhaft, halb ernsthaft "Großherzigkeit", unbedingt einstellen. Großherzogkeit insofern, als dass ich den vielen Stimmen, die Deine "wohlfeilen" Anmerkungen in mir höchst dissonant hervorrufen haben, nicht gleichzeitig Raum geben darf. Lass mich unter Mithilfe jener Dissonanz gewissernaßen meine Gefühlswelt vorsichtshalber in bewusste "Dissoziation" bringen, damit nicht die Vernunft gegen meine Gefühle, mein Herz nicht gegen mein wankelmütiges Cerebrum ankämpfen muss.  Allerdings um den Preis, dass ich mich erneut nicht verständlich machen kann, wie Du wissend bemängelst. Lass mich deshalb, im Widerstand an

Lüge vs. Unschuld

Lieber XXXXX, danke für die Zeilen, die Du mir geschrieben hast. Selbst, wenn sich in diesen eher Belanglosigkeiten, ich korrigiere mich, eher Allgemeingültiges, finden lässt; ich hoffe, ich darf das bei allem Respekt und unter Vorbehalt selbstverständlich, so frei heraus formulieren. Wobei; die Deinen Gedanken innewohnenden "Bedenken" will ich sehr wohl teilen, hätte mir durchaus aber pointiertere, deutlicher formulierte, Einwürfe zu diesen Bedenken gewünscht. Weiter unten will ich mich bemühen, präziser zu formulieren,was ich damit sagen möchte.  Du hast Dich also "Pieksen" lassen? Hoffentlich fühlst Du Dich jetzt sicherer und besser geschützt, befreit von der machtvollen Angst, die inzwischen die gesamte Menschheit vor sich hertreibt. Ich darf vermuten, dass nach kurzem Aufatmen, nach etwas Entlastung die Sorgen zurück gekommen sind? Allzu deutlich scheint mir von Beginn dieser Krise an ein Erwartungshorizont aufgebraucht worden zu sein, der sich niemals wird erf

Coronazän, ein modernes Regime?

Lieber XXX,  Herzlichen Dank für die Darlegung "geistigen Outputs", dem ich Ähnliches in der mir eigenen, sehr persönlichen und "drängenden" Sichtweise gerne anheim stellen möchte. Jedoch in deutlicher Differenz: mich mit Weisheit und somit mit einem "Fasse Dich kurz" zu schmücken, will mir weder recht gelingen noch scheint es mir überhaupt notwendig. Ich übe mich geradezu meine Ausführungen "kontingent" zu halten (also jeweils mindestens immer das Gegenteil vom Gedachten mitzudenken). Das bemühen um Kontingenz führt in meinem Fall jedoch zu sprachlicher Inkontinenz...und ufert somit aus.  Inkontinenz könnte Folge aus permanentem "Abbrennen alter Wunden" sein, eine schrill lodernde Leidenschaft in mir, deren Ursprung vermutluch familiär verwurzelt ist, weniger von äußeren Triggern befeuert sein würde; suchte ich sie selbst nicht genau dort. Ein "innererer" Antrieb, der seinen Spiegel im "Du" zu finden sucht. Schließl

Last der Entscheidung

3. Intervention: Nachdem zwei der drei Mieter der Zimmer für sich Verantwortung übernommen haben, ihr Zimmer gekündigt haben um weiteren Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, wird die "Allianz" mit dem verbliebenen Mieter gesucht mit dem Ziel, Strukturen der Kommunikation in der neu zu gründenden WG noch VOR ihrer Gründung zu vereinbaren und zu begründen.  Lieber XXXXXX,  darf ich in Folge unserer "Reflektionen" zu den jüngsten Ereignissen in der WG "ungefragt" Fragen an Dich richten?  Ich glaube von Dir verstanden zu haben, dass Du über viele Dinge nachdenken möchtest, wie zum Beispiel über die Umstände , wie man Verantwortung ganz generell für sich und für andere, ja vielleicht sogar für unser Zusammenleben, für unsere Gesellschaft an sich, übernehmen kann. Habe ich Dich richtig verstanden? Wie aber stellst Du Dir den Weg vor, der Dich zu diesem Ziel führen soll? Noch viel wichtiger aber scheint doch die Frage: wofür willst Du stehen? Siehst Du Dich selb

Vom Studium zur Freude - Gedanken eines Vaters

Lieber XXX, Als hätte es von meiner Seite noch eines "Startschusses" bedurft für Dich zur Aufnahme eines Studiums! So sei er ohne großes Getöse getan. Die Summe über XXX ist angewiesen.  Nachdem Du nun mal "Gene" auch aus der nicht ganz einfachen Fiala-Familie - gar zu Deinem Leidwesen? - in Dir trägst, will ich Dir einige meiner Gedanken zu diesem Umstand zukommen lassen. Dein Großvater war im Berufsleben - und im öffentlichen Leben - Bar jeden Zweifels aüßerst erfolgreich. Trotz dieser Erfolge aber kommt selbst er nicht umhin, weiterhin grundsätzliche Fragen an das Leben zu stellen. Warum nur? Nun, geht es doch um nichts weniger, als Sinn am und im Leben (fast noch mehr aber hin zum Sterben gedacht!) schlechthin zu suchen und diesen Sinn im Erleben seiner selbst und gegenüber anderen  in Frage  zu stellen. Denn jede belebte Natur erlebt sich...selbst, vermutlich jedoch anders, als Diejenigen von sich selbst verschieden. Aus diesem  Verschiedenen  heraus sprießt un

Kreuzgewölbe, zurück ins Leben gerufen

Melitta und ich betraten das Haus. Es war ein unbewohntes altes Haus, direkt an der befahrenen Straße hin zum Talschluss gelegen, das seine besten Jahre sichtbar schon hinter sich gebracht hatte. Von Bekannten hatten wir gehört, dass das Haus, wenigstens Teile davon, uralt sein müsse. Es wurde davon gemunkelt: spätes Mittelalter. Vielleicht gar aus jener Zeit, als sich der Zorn der hiesigen Gemeinde an den überzogenen Ansprüchen der Obrigkeit entzündet hatte und den ortsansässigen Pfarrer, als deren "Gesicht", im Nachhall seiner strengen Predigt in der Sakristei erschlagen hatte. Die Tat wurde in aller Härte gesühnt, dafür ein eigener Richtplatz eingerichtet und die vermeintlichen Rädelsführer im noch heute so genannten Galgenwald unten am Bach gehängt. Er liegt in unmittelbarer Nähe, keine 300 Meter vom Haus entfernt. Dort, oben am Wegesrand, steht heute, vielleicht als stille Zeugin vom damaligen Geschehen, eine Kapelle. Diese trägt den Namen des Hofes nebenan, den wir besi