So a Theater mit dem Schauspiel!
Mit unseren Treffen schaffen wir allmählich Konturen, unserem Rosenkavalier zum Sprunge auf die Bühne. Im gleichen Maße wachsen Bedenken, ob wir die "Hebel", die frauJEDERmann so "spritzig" hat werden lassen, auch diesmal richtig bedienen werden. Jedermann, als "ein geistig Stück bewandt", ist konzipiert als Theaterstück in Prosa. Der Rosenkavalier dagegen als Singspiel, der zwar die Dichtung Hofmannsthals zugrunde liegt, jedoch nicht vordergründig ihr Träger ist. Dazu dient ihr die Strauss'sche Komposition. Daher sind die jeweilige Partituren grundverschieden geraten. Diesen Umstand sollten, ja müssen wir, wie ich meine, unbedingt in unsere Überlegungen zum Konzept einbeziehen. Mehrere Aspekte, die sich gegenseitig durchdringen, aber aus meiner Sicht zuvorderst geklärt gehören, will ich im Folgenden anführen. 1. Die Frage nach der Verschränkung der Zeitebenen Die Zeitebene der Handlung vom Rosenkavalier ist eine bereits vergangene, die des Rokoko, ...